Die Sales Couch - Exzellenz im Vertrieb mit Tarek Abouelela

Transkript

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00:00:00: Selbstsicherheit im Vertrieb ist kein Bonus, sondern es ist dein Fundament.

00:00:14: Herzlich willkommen bei dem Podcast die SalesCouch.

00:00:17: Exzellenz im Vertrieb mit Tarek Abudela.

00:00:19: In diesem Podcast teile ich mit dir meine Learnings aus dem letzten zwanzig Jahren Unternehmertum um knapp dreißig Jahren Vertrieb.

00:00:27: Herzlich willkommen bei einer weiteren Folge von der SalesCouch.

00:00:31: Und ja, das Thema Selbstsicherheit ist auch eine Frage, die sehr oft aufkommt so nach dem Motto, Hey, ich bin nicht so selbstsicher wie viele meiner Kollegen und Kolleginnen.

00:00:41: Was kann ich da machen?

00:00:43: Und ja, das ist eine sehr berechtigten Frage, weil es gibt eine Regel und zwar Unsicherheit verunsichert.

00:00:50: Und wenn du eine Sache nicht möchtest, um Vertrauen weiter in Kunden aufzubauen, ist sie verunsichern.

00:00:56: Darum brauchst du natürlich eine gewisse Sicherheit.

00:00:59: Und ich glaube über das Thema Selbstsicherheit gibt es viele Mythen und Märchen.

00:01:04: Der größte Mythos, den ich hier zukenne, ist, wenn ich alles weiß und alles kann und auf alles vorbereitet bin, dann bin ich selbst sicher und dann gehe ich mutig voran.

00:01:14: Das ist natürlich völliger Quatsch.

00:01:17: Und ich glaube, um dieses Thema ein bisschen zu entzaubern, zu entmystifizieren, dürfen wir uns gerne ein, zwei Fragen stellen.

00:01:24: Die erste Frage, die du stellen darfst, ist, wo kommt denn diese Unsicherheit her?

00:01:29: ist es eher eine Unsicherheit fachlicher Natur.

00:01:31: Das heißt, ich bin noch nicht so sicher mit dem Produkt.

00:01:33: Vielleicht bin ich Quereinsteiger, Quereinsteigerin.

00:01:37: Wir haben einen neuen Produktrelease oder es wurde ein neues Produkt mit aufgenommen oder neue Dienstleistungen.

00:01:41: Ich kenne mich einfach noch nicht so aus und ich fühle mich da ein bisschen wackelig.

00:01:47: Das könnte das eine Thema sein.

00:01:48: Das andere Thema könnte sein, ich fühle mich so ein bisschen unsicherer im ganzen Vertriebsprozess.

00:01:53: Ich weiß nicht mit herausfordernden Situationen souverän und leicht umzugehen.

00:01:59: Was könnte das zum Beispiel sein?

00:02:01: Das könnten Rabatt-Anfragen von Kunden sein.

00:02:04: Der Kunde will mit mir um den Preis falschen.

00:02:07: Er hat Vergleichsangebote oder er droht zumindest damit.

00:02:10: Wie gehe ich damit um?

00:02:11: Oder der Kunde verpasst einen Termin.

00:02:14: Anrufe ich da wieder an.

00:02:15: Wie mache ich das mit dem Follow-up?

00:02:16: Wie stelle ich eine Abschlussfrage?

00:02:18: Das alles können eben auch Unsicherheiten sein.

00:02:21: Das hat dann eher was mit deinen verkäuferischen Skills zu tun.

00:02:26: Fangen wir mal mit dem Fondlichen.

00:02:27: Weil ich glaube, Das ist sehr einfach zu lösen.

00:02:31: Das Erste, was du immer machen kannst, und ich hoffe, dass du ein gutes Onboarding gekriegt hast, also schnapp dir deine Führungskraft oder erfahrene Kollegen oder Kolleginnen und lasst es dir von denen zeigen.

00:02:42: Die helfen dir richtig, richtig gut weiter.

00:02:46: Vielleicht hast du ja Glück und in deiner Firma gibt es einen Onboarding-Prozess.

00:02:49: oder vielleicht zur Selbstlernkurse, wo du dich selber ein bisschen reinfuchsen kannst in die Produkte und vielleicht hast du ja sogar einen Spezialistenteam.

00:02:56: wo du bei kniffligen Fragen dich auch mal an die Wände kannst.

00:03:01: Und gleichzeitig gibt es noch eine zweite Zielgruppe, die dir supergut weiterhilft.

00:03:06: Wen meine ich?

00:03:06: Genau, deine Kundinnen und Kunden.

00:03:11: Ich selber, ich habe unglaublich viel von meinen Kundinnen und Kunden gelernt.

00:03:14: Ich habe ganz früher mal Anzeigen verkauft für einen Verlag.

00:03:19: Da waren wir spezialisiert auf Entscheidungsmedien für Jugendliche zur Berufswahl.

00:03:26: Ich muss wirklich sagen, ich habe wahnsinnig Glück gehabt mit meinen Kunden, weil die haben mir dann Dinge erklärt.

00:03:30: Und ich meine, mir blieb fast nichts anderes übrig, weil bei meinen ersten paar Anrufen haben die einfach aufgelegt und gesagt, ah, kein Interesse, zack, raus war ich.

00:03:37: Und da habe ich gesagt, ui, das ist hier sportlich.

00:03:40: Und irgendwann habe ich gesagt, bevor Sie auflegen, jetzt habe ich doch nochmal eine Frage.

00:03:44: Weil ich könnte mir doch vorstellen, gute Azubis sind ja wirklich wichtig.

00:03:48: Woran legten das, dass es für Sie nicht interessant ist?

00:03:50: Und dann haben die angefangen zu reden.

00:03:53: Bei dem einen habe ich es mir sehr erklärt.

00:03:55: macht es neu, ich würde es einfach gern verstehen.

00:03:57: Ich bin neuer in der Branche, drei Kollegen haben einfach nein gesagt, ich würde es gern wenigstens verstehen.

00:04:00: Und er hatte angefangen, ja, wissen Sie und er hat das ein bisschen erklärt und da können Sie auch nichts dafür, aber wir wären viel angerufen, die versprechen dies und das passiert.

00:04:08: Und dann habe ich verstanden, A, was machen die Wettbewerber nicht so doll?

00:04:13: und B, was ist deren wirkliches Problem?

00:04:17: Und diese Sachen, das habe ich zwei, drei Mal gemacht, habe ich alle meinen Leitfaden gepackt.

00:04:22: und konnte dann ganz andere Fragen stellen und habe mein Produkt auch ganz anders gepitscht, weil ich es aus der Perspektive meiner potenziellen Kunden herausgemacht habe.

00:04:31: Also da habe ich wahnsinnig viel von den Kunden gelernt.

00:04:34: Es gibt auch die Möglichkeit, das machen auch einige Branchen, sozusagen eine Hospitation oder ein Praktikund, bei seinen potenziellen Kunden zu machen.

00:04:44: Und ich finde es auch nicht schlimm, da mal anzurufen bei der Zielgruppe und sagt, hey, hören Sie zu, Ich werde demnächst ein Job annehmen.

00:04:49: Da geht es darum, dass wir Ihnen das Leben in dem und dem Bereich ein bisschen einfacher machen.

00:04:53: und ich weiß genau, wie nervig das sein kann, wenn man da angesprochen wird und wie nervig das ist, wenn man mit Leuten spricht, wo man das geführt hat, die haben keine Ahnung von der Praxis.

00:05:03: Und ich bin Köer-Einsteiger und ich würde Ihnen anbieten.

00:05:07: Ich komme eine Woche bei Ihnen vorbei oder drei Tage nach dem und arbeite einfach mal kostenfrei mit, weil ich möchte wirklich mal sehen, wie der Prozess läuft.

00:05:16: Das mag jetzt total komisch für dich klingen und ich kann dir sagen, wir verkaufen ja bei uns auch Filmprojekte für unsere Kunden, also ob das jetzt Lernfilme sind für Produkte oder ob wir Videos drehen, um ein verkäuferisches On-Warning zu machen.

00:05:32: Und ganz am Anfang habe ich auch immer mal wieder so ein Imagefilm mitverkauft, mal ja auch immer noch.

00:05:36: Wenn mir mal sowas vor die Flinte läuft, dann machen wir das mit.

00:05:40: weil wir mit unseren ganzen Menschen, die hier im Bereich Film helfen können, haben wir dann hervorragendes Setup und können da auch was anbieten.

00:05:48: Und mir hat wahnsinnig geholfen, dass ich mal so zwei Tage mit bin auf so Dreharbeiten, mir granatenmäßig die Finger an diesen Blenden, die damals noch verwendet wurden, verbrannt habe, schön Kabel geschneppt habe, das mit aufgebaut habe und da habe ich einfach gelernt, wie läuft so ein Drehtag ab.

00:06:04: Mit welchen Herausforderungen hat man zu kämpfen?

00:06:07: Und es hat mir sehr, sehr geholfen, jetzt, wenn ich mit Leuten spreche, schnell zu verstehen, ist das, was sie sich da wünschen, realistisch oder ist es eine Illusion?

00:06:18: Muss ich vielleicht hier jemand vor sich selber schützen oder kann ich hier vielleicht einen guten Tipp geben?

00:06:23: Also es war für mich sehr, sehr fruchtbar und vielleicht ist es ja auch eine Empfehlung, die dir weiter hilft.

00:06:29: So viel mal zu einem Fachlichen.

00:06:31: Und ja, selbst beim Fachlichen erlebe ich immer wieder Menschen, Die sagen immer, ich kann gar nicht genug wissen.

00:06:37: Dann sage ich, ja, das gehört halt dazu.

00:06:39: Und wo liegt denn das Problem, dem Kunden zu sagen, Sie, das ist eine sehr gute Rückfrage, die Sie haben?

00:06:43: Und damit Sie da wirklich eine fundierte Antwort kriegen, möchte ich es lieber nochmal nachlesen.

00:06:49: Und dann denken Sie, ich meine, ah, wenn ich das sage, dann denkt er, ich kann ja nichts oder ich weiß ja nichts.

00:06:53: Ich finde, das Gegenteil ist der Fall.

00:06:55: Wie oft erlebe ich Vertriebler, die einfach irgendwas raushauen, was so halbgar ist oder nicht stimmt.

00:07:01: Damit machst du deine Reputation viel mehr kaputt.

00:07:04: als wenn du einfach seriös sagst, hier an der Stelle muss ich nochmal nachfragen.

00:07:08: Und dann kannst du ja trotzdem weitermachen mit deinem Vertriebsprozess, schadet ja nicht.

00:07:13: Es zeichnet dich ja eher aus, dass du hier nochmal nachlegen möchtest und die extra meilig ist.

00:07:19: Super, bevor du einfach irgendwas raushaust, mach das gerne.

00:07:23: Kommen wir zu dem zweiten Thema.

00:07:25: Und das ist so das Verkäuferische, wenn ich mir da unsicher bin.

00:07:29: Und wenn man jetzt über Selbstsicherheit spricht, dann ist ja die Frage, Woran erkennt man Selbstsicherheit?

00:07:36: Und ganz häufig ist es so, halte ich ein bisschen die Spannung in so einem Verkaufsprozess aus.

00:07:42: Das heißt, schaffe ich es in der Antwort von dem Kunden abzuwarten?

00:07:46: Oder wenn der Kunde eine kritische Anmerkung hat, höre ich es mir an, stelle eine Rückfrage, ohne gleich mich zu rechtfertigen?

00:07:54: Oder sogar dem Kunden ins Wort zu fallen, haben wir auch schon erlebt so, ja, ja, ja, dann das sehen Sie falsch.

00:07:59: Dann sage ich ja gut, das ist jetzt nicht schlecht, das ist der Antwort, den man gehen kann.

00:08:03: Sondern wenn du wirklich nicht weiter weißt, gebe ich dir jetzt kurz eine Frage mit, die fast immer hilft auch im Privatleben.

00:08:11: Wenn du denkst, was genau, wo in welche Richtung geht es denn jetzt, dann kannst du einfach fragen, wie meinen sie das?

00:08:17: Oder im Privatleben, wie meinst du das jetzt genau?

00:08:20: Mit der Intention, nicht jemand in die Ecke zu stellen, sondern und da ist die Haltung wichtig, weil die bestimmt, wie du es transportierst, ist wirklich zu verstehen, weil das Motto muss sein, erst verstehen, dann verkaufen.

00:08:33: Also.

00:08:34: Auch, wie gehst du mit Ablehnung um?

00:08:35: Wie gehst du mit diesen Nines um?

00:08:37: Wirst du dann komisch, wirst du patsig?

00:08:41: Ich erlebte es, jetzt wieder vor kurzem Dienstleistung angefragt und dann gesagt, ja, wir haben uns für einen anderen Dienstleister entschieden.

00:08:48: Und dann kam einfach nur als Antwort, okay, da denke ich, jetzt geht es noch einiges richtig los, dann kann man doch mal zum Hörer greifen und sagen, ja, Mensch, die haben sich für einen anderen Dienstleister entschieden, im Zuge auch von diesem Qualitätsmanagement oder weil ich gerne besser werden möchte, helfen wir noch zu verstehen.

00:09:04: Warum?

00:09:05: Und seien Sie ruhig total ehrlich und fahren gerade und sagen Sie mir gerne auch Dinge, bei denen Sie denken, ja, kann ich nicht bringen.

00:09:11: Sagen Sie es einfach, ich werde zuhören und verstehen.

00:09:16: Und dann kannst du ja nachfragen, wenn meine Erfahrung ist, manchmal erzählen dann die Kunden irgendwas, wo man dann denkt, hm, das steht doch in unserem Angebot ganz anders drin und ist sogar viel besser.

00:09:25: Und dann können wir noch mal eine Frage stellen und manchmal ist dann aus einer Absage doch noch ein Auftrag geworden.

00:09:33: Aber ich meine es wirklich ernst mit doch noch.

00:09:35: Wenn du mit der Intention anrufst, um dazuzulernen, dann passiert das andere mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mal mit, als wenn du dann so pressermäßig jetzt versuchst, es doch noch durchzudrücken.

00:09:46: Also für dich als Haltung eher erstmal verstehen.

00:09:50: Dann kriegst du vielleicht aus einem Nein doch noch ein Ja hin.

00:09:55: Das heißt, auch immer wieder das Thema bei der Selbstsicherheit, das war auch in der Frage denn, kann ich denn über meine Körpersprache irgendwie besser transportieren?

00:10:03: Ja natürlich transportiert deine Körpersprache Sicherheit oder Unsicherheit.

00:10:08: Zum Beispiel nehmen deine Bewegung zu, deine Beruhigungsgesten, also fängst du an immer wieder an irgendwas rumzuknibbeln, knibbelst an dir selber rum, nimmt das zu, das zeigt natürlich auch Stresssignale, hast du Wortwiederholung oder Buchstabenwiederholung, also stottersst du irgendwie rum, dann ist das ein Zeichen dafür, dass dein Stresspegel ein bisschen ansteigt.

00:10:28: Jetzt ist es natürlich schwierig, wenn du gestresst bist, du gestresst.

00:10:30: Was willst du machen?

00:10:31: Du bist ja kein Schauspieler.

00:10:33: Natürlich kannst du an deiner Körpersprache arbeiten.

00:10:37: Gleichzeitig folgt deine Körpersprache natürlich auch deine Haltung.

00:10:41: Und darum würde ich eher erst an deiner Haltung arbeiten und schauen, weil wenn du sehr, sehr sicher bist.

00:10:47: Ich hatte erstessen die Frage, ja, ich hibbel immer so ein bisschen rum, wenn ich stehe.

00:10:51: Also ich verlagere meinen Gewicht vom einen Bein aufs andere Bein, wipp vor und zurück.

00:10:56: Ich hab den Menschen beobachtet und es war ganz witzig.

00:10:58: Es gibt ein Thema, da hat er schon Zickvorträge drüber gehalten, da steht der wie so ein Fels.

00:11:04: Und sobald es um das neue Produkt ging, ging dieses Gekippel los.

00:11:08: Und da hab ich gesagt, wir können jetzt schon viel an der Körpersprache da machen, weil ich glaub, einfach wenn du noch sicherer wirst, dann stehst du auch plötzlich stabiler da.

00:11:16: Und sie da, nachdem er diesen Vortrag ein paar mal geübt hat, ein paar mal gehalten hat, er war furchtbar nervös, plötzlich stand der ordentlich da.

00:11:24: Das heißt, Man kann hier viel, viel Aufwand betreiben oder man kann es auch einfach lassen und das eher nach hinten stellen.

00:11:32: Ich glaube, es ist eher so das Thema Haltung.

00:11:36: Und Haltung heißt für mich auch im verkäuferischen Dialog.

00:11:39: Du musst nicht auf alles sofort eine Antwort haben.

00:11:41: Du musst auch nicht immer sofort reagieren und vor allem musst du dich nicht immer sofort rechtfertigen.

00:11:47: Du kannst auch mal, wenn Kunde etwas lag, erstmal zuhören.

00:11:51: Und dann kommt wieder die Frage, wie meinen Sie das?

00:11:54: Oder lassen Sie mich das gerne ein bisschen besser verstehen?

00:11:56: Oder wenn der Kunde sehr kritisch ist, kann so sagen, ich habe das Gefühl, dass Sie da noch sehr skeptisch sind oder dass Sie da noch zögern oder noch nicht ganz bei mir sind.

00:12:05: Oder ich habe so das Gefühl, das überzeugt Sie nicht so richtig.

00:12:08: Wo stehen wir denn da?

00:12:10: Also, stelle einfach auch mutig diese Frage, auch wenn du weißt, hey, wenn er jetzt nein sagt, habe ich ein Problem.

00:12:17: Weißt du, was noch das viel größere Problem ist?

00:12:19: Wenn dein Kunde nachher gar nichts sagt, nicht kauft und du noch nicht mal weißt, warum, dann weißt du auch nicht, an welcher Stelle du hättest etwas besser machen können.

00:12:27: Und besser ist, du erkennst ein Zweifel im Gespräch und kannst da noch was machen oder nachliefern, als wenn du einfach eine Absage kriegst.

00:12:35: Also sei da gerne neugierig genug, ich sag bewusst nicht mutig genug, weil wenn jemand unsicher ist und du dem sagst, sei doch einfach mutiger, dann rollt er höchstens mit den Augen und denkt sich ja schöner tippen, was soll ich jetzt damit?

00:12:50: Weil Mut ist sehr einfach, wenn man selbst sicher ist.

00:12:53: Wenn man sehr unsicher ist in seinem Prozess, ist Mut eine echte Challenge.

00:12:57: Also arbeiten wir erst in der Sicherheit, dann darfst du auch mutig sein.

00:13:01: Das finde ich eine bessere Reihenfolge.

00:13:04: Dann ein anderes Thema.

00:13:09: umarme die Unsicherheit, als akzeptier sie, weil egal wie gut du bist, egal wie lange du das machst, es wird immer Produktneuerheiten geben, es wird immer Dinge geben, die sich auch im Markt ändern.

00:13:21: Du wirst niemals immer alles können.

00:13:26: Von der Haltung her, ich kann alles lernen, ist viel schlauer.

00:13:32: Wenn du dann wirklich sagst, okay, ich weiß es noch nicht so genau und ich kann das lernen, ich kann es nachgucken, ich kann jemanden fragen, Dann bleibst du in der Lösungsorientierung.

00:13:43: Also bitte nimm dir das als Haltung mit und entspann dich da.

00:13:46: Den Kunden ist es auch völlig bewusst, dass du nicht alles wissen kannst.

00:13:49: Auch wenn manchmal Kunden denken, sie wissen alles, haben die auch manchmal Annahmen.

00:13:54: Ich meine, was willst du darüber über irgendwas sprechen, wo du noch gar nicht weißt, dass es dieses Produkt diese Lösung gibt, dann sind die auch noch unsicher.

00:14:03: Und ich finde es ein ganz schlechter Ratgeber.

00:14:06: Was manche Vertriebler machen, die überspielen ihre Unsicherheit, indem sie einfach ein Laut werden oder mit so salesfloskeln arbeiten, ist super schade.

00:14:14: Weil das zeigt alles, nur nicht, dass du sicher bist.

00:14:16: Es ist eher von Zeichen, je lauter du wirst, je dominanter du auftrittst, wie unsicher du eigentlich bist.

00:14:24: Menschen, die eher eine Ruhe ausstrahlen, die wirken total sicher und gelassen souverän und es hat dann auch eher eine Sogwirkung und eben nicht dieses Pushy verzweifelte, was darüber kommt.

00:14:35: Und dann ist noch eine ganz wichtige Sache.

00:14:40: Sowas ist trainierbar und erlernbar, also macht sowas über die Wiederholung.

00:14:46: Weil je öfterst du auch in fachlich knifelige Themen reingehst und danach fragst, vielleicht mit einer Fachabteilung sprichst, desto sicherer wirst du ja auch, weil die Dinge wiederholen sich.

00:14:56: Es ist ja nicht jeder Kundencase immer mega individuell.

00:15:01: sondern je öfterst du auch mal fachlich in die Tiefe gehst, desto besser wirst du.

00:15:05: Und an irgendeiner Stelle musst du halt mal raus auf den Markt.

00:15:07: Und genauso ist es mit Verkaufssituationen.

00:15:09: Beim ersten Mal darf dich auch ein Einwand total überfordern.

00:15:14: Beim zweiten Mal darfst vielleicht noch ein bisschen wackelig sein.

00:15:17: Hey, beim dritten Mal, da hast du schon dreimal gehört, solltest du langsam mal anfangen, Lösungen zu entwickeln.

00:15:23: Und wenn du selber keine entwickelst, dann kannst du ja auch immer auf Beratungsunternehmen, auf uns direkt zukommen, Und mal fragen, hey, habt ihr was zum Thema Einwandbehandlung?

00:15:31: Wie setzt sich Preise durch?

00:15:32: Oder hey, kann ich Vertrieb mal komplett lernen?

00:15:35: Also sowas kannst du üben.

00:15:37: Und da empfehle ich dir tatsächlich Rollenspiele.

00:15:40: Genauso wie auch wenn du eine Rede halten willst oder wenn du weißt, oh Gott, wir machen morgen Videoaufnahmen, ich muss was erzählen.

00:15:46: Naja, dann stellst du dein Smartphone auf, drückst auf Aufnahme und dann nimmst du dich zwei, drei Mal auf und übst deinen Text ein bisschen.

00:15:53: Und dann wirst du am nächsten Tag, wenn es dann um die Aufnahme geht, schon viel, viel, viel selbstsicherer sein.

00:15:59: Das heißt, was ist meine Empfehlung ganz am Ende, wenn wir einen Strich drunter machen?

00:16:04: Fachliche Themen, sprich mit Kollegen, sprich mit deinen Kunden, hospitiere gegebenenfalls.

00:16:10: Bei verkäuferischen Unsicherheit im Dialog, schau dir mal an, welche Situationen machen dich unsicher?

00:16:17: Gibt es da ein Muster?

00:16:18: Ist es, wenn du Angst hast, vielleicht abgelehnt zu werden, weil du jetzt eine Wahrheit aussprechen müsstest?

00:16:24: wo du im Kunden klar sagst, was geht, was nicht geht, wo du dich vielleicht abgrenzen musst oder sind es eher Unsicherheiten im Bereich, wie macht man das eigentlich?

00:16:34: Wie fasse ich nach?

00:16:35: Wie formuliere ich so eine E-Mail?

00:16:36: Wie schreibe ich ein Angebot richtig?

00:16:38: Das sind alles Themen, die du lernen kannst.

00:16:40: Unsicherheiten im Dialog, wie überlebe ich eine Einwandbehandlung, Preisverhandlung oder whatever, kannst du üben.

00:16:46: Mach dazu, Rollen spielen.

00:16:48: Vielleicht ein wichtiger Hinweis zu Rollen spielen, weil die Leute immer erzählen, das ist ja nicht wie in echt.

00:16:54: Also erstens mal, wenn du ein bisschen unter Stress bist, dann bist du sehr, sehr echt.

00:17:00: Und zweitens, macht die Rollenspiele vielleicht nicht so, wie die oft gemacht werden, dass dann ein Kollege, ein Kunden spielt und dann so Satan Son Level Dreizehn Endgegner spielt und alle schrecklichen Kunden, die er schon jemals erlebt hat, in eine so eine Person packt und dann diesen Kunden spielt.

00:17:16: Das hilft nur bei einem, noch unsicherer zu werden und frustrierter zu sein.

00:17:20: Sondern fang noch mal an mit Level Null, Level Eins, Level Zwei.

00:17:23: So wie im Fitnessstudio.

00:17:24: Da fängst du ja auch erst mit leichten Gewichtern und steigerst die dann, je nachdem, wie sich deine persönliche Stärke entwickelt.

00:17:31: So macht es auch bitte mit den Rollenspielen.

00:17:33: So was kann man üben.

00:17:34: In dem Sinne wünsche ich dir, dass du das als Prozess akzeptierst und einfach weißt, je länger ich das mache, je sicherer werde ich, die hundertprozentige Sicherheit gibt's nie.

00:17:47: Irgendwann kannst du dir einfach selber so gut vertrauen.

00:17:50: Das wünsche ich dir, dass du genau weißt, hey, selbst wenn ich die Situation beim ersten Mal noch nicht so richtig super hinkriege, ich kann da lernen und ich werde dadurch besser.

00:17:59: In dem Sinne, viel Spaß beim Besserwerden.

00:18:01: Ich wünsche dir noch einen umsatzstarken Tag.

00:18:05: Das war eine Folge von The Sales Couch.

00:18:07: Danke, dass du hier deine Zeit investiert hast und bekanntlich bringt die Investition in dich selbst die beste Rendite.

00:18:13: Und eins noch ganz wichtig, vom Zuschauen ist noch niemand Meister geworden.

00:18:18: Also, setzt die Erkenntnisse, die du aus diesem Podcast gewonnen hast, für dich persönlich um.

00:18:27: Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann lass mir eine fünf Sterne Bewertung da, hinterlass einen Kommentar und vor allem abonniert diesen Kanal, damit du in Zukunft keine Folge mehr verpasst.

00:18:37: Und wenn du jetzt das Gefühl haben solltest, dass du jemanden kennst, der diesen Content auch unbedingt erfahren sollte, dann teil dir mit ihm, weil Sharing is Caring und in diesem Sinne viel Erfolg beim Umsetzen.